7
Okt 2020
Seniorin beim Hörtest

Was Sie zum Hörtest und dem Audiogramm wissen sollten

Menschen, die an einem Hörverlust leiden, werden oft durch Personen in ihrem Umfeld darauf aufmerksam gemacht. Betroffene nehmen anfangs gar nicht war, dass es schwerer geworden ist, Gesprächen in lauter Umgebung zu folgen oder Alltagsgeräusche überhaupt wahrzunehmen. Vielleicht will man es sich auch nicht eingestehen, dass sich etwas am Hörvermögen geändert hat.

Geht es Ihnen ähnlich? Dann ist es an der Zeit Ihr Gehör bei einem Spezialisten untersuchen zu lassen. Hier können durch einen Hörtest betroffene Teile im Gehör ausgemacht und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Beim Hörtest entsteht das sogenannte Audiogramm, mit dem man die Hörfähigkeit veranschaulichen kann. Was Sie beim Audiogramm erwartet und was Sie dazu wissen sollten, erfahren Sie hier.

Was ist ein Audiogramm und wie wird es erstellt?

Das Audiogramm ist im Grunde genommen ein Bild Ihres Hörvermögens. Anhand eines Graphs veranschaulicht es detailliert die Verteilung Ihrer Hörfähigkeit über die verschiedenen Frequenzen hinweg. Es stellt dabei Ihre Hörschwellen in den unterschiedlichen Bereichen dar – also ab wann Sie einen höheren oder tieferen Ton wahrnehmen können.

Das Audiogramm wird mit einem Audiometer erstellt. Dem Patienten werden dabei Töne in verschiedener Frequenz und Intensität vorgespielt und festgehalten, ab welchen Punkt sie wahrgenommen werden. Auf das reine Tonaudiogramm folgt in der Regel noch ein Sprachverständlichkeitstest, der speziell das Verständnis von Sprache untersucht. Zusätzlich wird bei beiden Tests die sogenannte Unbehaglichkeitsschwelle untersucht – also welche Lautsstärke in welchen Bereichen als unangenehm empfunden werden.

Warum ist das Audiogramm so wichtig?

Ein Audiogramm macht problematischen Bereiche des Hörens sehr schnell sichtbar. Ein Spezialist kann dadurch die Schwere und Form einer Beeinträchtigung genau bestimmen. Je nachdem, welcher Teil des Ohrs betroffen ist, kann nach den verschiedenen Arten des Hörverlusts unterschieden werden. Durch das Audiogramm kann damit eine gezielte Behandlung begonnen und eine optimale Einstellung von Hörgeräten ermöglicht werden.

Wie liest man ein Audiogramm?

Ein Audiogramm stellt die Tonstärke auf der vertikalen Achse und die Tonfrequenz auf der horizontalen Achse dar.

Laute Töne liegen dabei unten auf der Senkrechten, hohe Töne oben – die Tonstärke und Intensität wird in Dezibel (dB) angegeben.

Auf der waagerechten Achse werden die Tiefen Töne links und die hohen Töne rechts in Hertz (Hz) angegeben.

Die Hörfähigkeit der beiden Ohren können sich natürlich voneinander unterscheiden – deshalb wird sie getrennt ausgegeben. Das Ergebnis des rechte Ohrs ist mit roten Markierungen versehen und das des Linken mit Blauen. Entlang der Markierungen zeigen Linien die Hörschwelle des Untersuchten.

Ein Vorteil dieser visuellen Darstellung ist der Vergleich mit der Hörkurve eines Normalhörenden – hier zeigt sich sehr schnell, welche Bereiche problematisch sind.

Wenn Sie allgemeine oder nähere Fragen zu diesem Thema oder zur Auswertung Ihres Audiogramms haben, dann freuen wir uns, ihnen beratend zur Seite zu stehen.